Maelzer: „Tropfen auf den heißen Stein“
Die Sprachförderung des Landes für Kinder steht in der Kritik. Dennis Maelzer, SPD-Sprecher im Jugendhilfeausschuss der Stadt Detmold, bezeichnete die Landesmittel als unzureichend. Auch in Detmold habe der dritte landesweite Sprachtest „Delfin 4“ einen hohen Förderbedarf ermittelt. Fast jedes vierte Kind im Alter von vier Jahren benötige besondere Hilfe.Nach Auskunft des Jugendamtes bedürften in Detmold 23,5 Prozent der Vierjährigen einer Sprachförderung. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg. In diesem Kindergartenjahr würden 366 Kinder gefördert. Im vergangenen Jahr habe die Zahl bei 314 gelegen.
„Damit liegt Detmold im Landestrend“, erklärt Dennis Maelzer, Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis Lippe III. Landesweit würden 24 Prozent der Kinder einer Förderung bedürfen, bei steigender Tendenz. Damit seien die ursprünglichen Annahmen der Landesregierung weit übertroffen worden.
Um allen Kindern gleiche Startchancen zu gewährleisten müsse die Landesregierung ihre Förderpraxis ändern. Zurzeit stelle sie für ein Kind mit Sprachförderbedarf lediglich 6,50 Euro in der Woche zur Verfügung: „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, meint Maelzer. Hier müssten die Fördersätze deutlich erhöht werden. Wichtig sei aber vor allem eine bessere Betreuungsrelation in den Kindertagesstätten, um jedes Kind individuell fördern zu können. Hier habe das neue Kindergartengesetz „Kibiz“ der Landesregierung zu Verschlechterungen geführt.



