Montag, 12. Dezember 11 um 08:59 Alter: 159 Tag(e)

Einzigartiges Modellprojekt kann in Lemgo starten


Maelzer (SPD) freut sich über Anschub für Fraunhofer

Kreis Lippe/Lemgo. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum an der Hochschule OWL in Lemgo kann kommen. Das Land Nordrhein-Westfalen wird in den kommenden fünf Jahren den Aufbau und den Betrieb des bundesweit ersten Fraunhofer-Anwendungszentrums an einer Fachhochschule mit 3,2 Millionen Euro finanzieren. Mit großer Freude hat der lippische SPD-Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer auf diese Nachricht aus dem Wissenschaftsministerium reagiert. Die Anschubfinanzierung dieses einzigartigen Modellprojekts durch das Land sei nun sichergestellt. Das sagten Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei einem Spitzentreffen in der Staatskanzlei dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft zu. Dies sei eine große Auszeichnung für die Hochschule OWL und eine Chance für die heimischen Unternehmen in der Elektroindustrie, betont Maelzer.

„Das ist ein Quantensprung. Diese Ansiedlung ist in dieser Art die erste Kooperation von Fraunhofer mit einer Fachhochschule. Es ist ein Modellprojekt, das deutschlandweit Beachtung finden wird“ ist sich Dennis Maelzer, Mitglied im Wissenschaftsausschuss des Landtages, sicher. Seit Monaten habe es konstruktive Gesprächen mit der Hochschule, dem Wissenschaftsministerium und der Fraunhofer-Gesellschaft gegeben. Diese seien nun erfolgreich abgeschlossen worden. Ein Dank gebühre Ministerin Svenja Schulze, die sich persönlich für das Fraunhofer-Anwendungszentrum stark gemacht habe, aber auch der Ministerpräsidentin und den hervorragenden kontinuierlichen Bemühungen der Hochschule.

Die lippischen SPD-Abgeordneten hatten im intensiven Austausch mit den Beteiligten für das Projekt geworben. Die Ministerin sei rasch von der Idee überzeugt gewesen: „Ich freue mich, dass wir auf offene Ohren gestoßen sind, nicht nur im zuständigen Fachressort, sondern auch darüber hinaus“, betont Maelzer. So haben sich auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Jürgen Berghahn sowohl der Arbeitsminister Guntram Schneider als auch Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger in den letzten Monaten im Centrum für Industrial IT über das Projekt Fraunhofer-Anwendungszentrum informiert.
Maelzer betont die exzellenten Rahmenbedingungen am Standort Lemgo: „Wir haben es mit einer Fachhochschule zu tun, die ausgesprochen forschungsstark ist. Darum ist es auch kein Zufall, dass die Hochschule OWL gerade was den Bereich der Elektrotechnik angeht, regelmäßig Spitzenpositionen belegt, wenn es um das Einwerben von Forschungsgeldern geht. Und wir haben Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe, die auf dem Gebiet der Elektronik, der Automatisierung- und der Verbindungstechnik zu den Weltmarktführern zählen.“ Zum Jahresbeginn 2012 soll das Anwendungszentrum seine Arbeit aufnehmen. Zum Ende der fünfjährigen Aufbauphase werden rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fragen der industriellen Automatisierung forschen und arbeiten. In der Startphase des Anwendungszentrums wird ein Forschungsschwerpunkt auf der Erhöhung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen liegen.


 
Dennis Maelzer
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