Maelzer: Petitionsausschuss hilft Ergänzungskräften im Kindergarten
Der Petitionsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages hat eine Regelung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) entschärft. Das geforderte Anerkennungsjahr für Kinderpflegerinnen wird künftig halbiert. Darauf weist der lippische Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer (SPD) hin.Seit In-Kraft-Treten des Kinderbildungsgesetzes seien beim Petitionsausschuss zahlreiche Beschwerden von Ergänzungskräften – nahezu ausnahmslos Frauen – eingegangen, die seit Jahren etwa als Kinderpflegerinnen in Kindergärten arbeiten und seit Einführung des Kinderbildungsgesetzes um ihre berufliche Zukunft fürchteten. Bei Gesprächen mit Kindererzieherinnen in Lippe sei dies immer wieder ein wichtiges Thema gewesen, erinnert sich Maelzer.
„Hintergrund dieser Befürchtungen ist das durch KiBiz neu festgelegte einjährige Anerkennungsjahr, dass viele Ergänzungskräfte zur Weiterbeschäftigung im Kindergarten vorweisen sollen“, erklärt die Vorsitzende des vorläufigen Petitionsausschusses Inge Howe (SPD). „Viele Ergänzungskräfte konnten überhaupt nicht nachvollziehen, aus welchen Gründen ihre bisherige teils Jahrzehnte andauernde Berufserfahrung nun nicht mehr ausreichten sollte“, so Howe.
Nun habe der Petitionsausschuss beschlossen, das Anerkennungsjahr per Verwaltungsvorschrift und bei vorliegender beruflicher Erfahrung auf sechs Monate zu verkürzen. Zuvor hatte sich der Petitionsausschuss von der Landesregierung berichten lassen und verschiedene Erörterungstermine durchgeführt.
Dennis Maelzer freut sich über diese Entbürokratisierung und bedankte sich gleichzeitig für die Arbeit des Petitionsausschusses, der zuvor in verschiedenen Verfahren bereits einige grundsätzliche Änderungen im Sinne der Ergänzungskräfte erreicht hatte. Beispielsweise wurde die Frist 31.07.2011 um zwei Jahre verlängert. Außerdem wurde eine Härtefallregelung eingeführt.


