04.09.2017 16:30

Aus für Sozialticketförderung in Lippe befürchtet

SPD-Abgeordnete: Land plant Änderungen bei Tickets

Kreis Lippe. Mit nahezu 900.000 Euro hat das Land in den vergangenen drei Jahren Sozialtickets in Lippe gefördert. Doch damit könnte bald Schluss sein, befürchten die lippischen SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Dennis Maelzer und Jürgen Berghahn. Die neue Landesregierung aus CDU und FDP hat Veränderungen beim Ticketwesen angekündigt. Ein Bekenntnis zum Sozialticket blieb auf Nachfrage der Abgeordneten aus.

„Der Geldbeutel darf nicht darüber entscheiden, ob ich es mir leisten kann, mit dem Bus in die Stadt oder zum Arzt zu fahren. Wir möchten keine Zwei-Klassengesellschaft in Lippe, “ sagt Berghahn. Die SPD setze sich deshalb seit Langem für ein flächendeckendes Sozialticket auf Kreisebene ein, so der Blomberger.

„Unter SPD wurden die Sozialticketzuschüsse für Lippe in diesem Jahr mehr als verdoppelt“ erklärt Maelzer. In 2015 habe das Land mehr als 185.000 Euro für Ermäßigungen in Detmold und im Kalletal gezahlt. Ein Jahr später überwies das Land knapp 220.000 Euro nach Detmold, Kalletal, Schieder-Schwalenberg und Extertal. In 2017 stehen über 462.000 Euro für vergünstigte Busfahrkarten für Bedürftige in Lippe bereit.

Die Landesregierung schreibt, dass der Bundesgesetzgeber davon ausgehe, dass die Regelsätze für Verkehr ausreichend seien, um Mobilität zu gewährleisten: „Unsere Sorge ist, dass tausende Lipper vom sozialen Leben ausgegrenzt werden, wenn Sozialtickets wegfallen“, begründen hingegen Maelzer und Berghahn die Notwendigkeit vergünstigter Fahrkarten. Beide Landtagsabgeordnete wollen sich daher weiter für den Erhalt und den Ausbau des Sozialtickets in Lippe und NRW einsetzen.

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