13.11.2020 12:41

Die Landesregierung hat ein Förderprogramm für die Anschaffung von mobilen Luftfiltergeräten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgelegt. Dies gilt ausschließlich für Klassenräume und Lehrerzimmer in Schulgebäuden, die sich nicht ausreichend lüften lassen. Kitas gehen hingegen leer aus. Das kritisiert der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Dennis Maelzer (SPD).

Um Sicherheit in unseren Kitas zu gewährleisten, brauche es ein Maßnahmenbündel. Ein kleiner Baustein davon könnten Luftfilter darstellen. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum Kitas eine Förderung verwehrt wird. Sicherheit für Kinder und Erzieherinnen in der Kita ist doch nicht weniger wichtig als die Sicherheit für Kinder und Lehrer in der Schule“, ist sich Maelzer sicher.

Stattdessen schicke der zuständige Familienminister Joachim Stamp (FDP) den Kitas ein „Tutorial“ zum Thema „richtiges Lüften“. Für den SPD-Politiker ist das ein „schlechter Scherz“. Als geradezu zynisch empfinde er den Hinweis des Ministers an die Kitas, sie könnten für Luftfilter Mittel aus dem Alltagshelferprogramm nutzen. Die Mittel seien in vielen Kitas längst verausgabt und die Ausgaben für Hygienematerialien auf 10 Prozent des Programms gedeckelt, was 1050 Euro pro Kita entspreche.

„Das Geld ist doch längst für Desinfektionsmittel, Masken und vor allen Dingen für die Alltagshelfer genutzt worden“, berichtet Maelzer. Klar sei, dass Luftfilter keine flächendeckende Lösung für den Corona-Schutz darstellten. Es sei aber „symptomatisch für eine Regierung, die beim Corona-Schutz in Kitas noch immer im Sommer-Modus ist, den Einrichtungen auch die Förderung von Luftfiltern zu verwehren“.

Die SPD habe hingegen umfangreiche Vorschläge für mehr Sicherheit in den Kitas gemacht. Dazu gehöre eine Teststrategie, personelle und finanzielle Unterstützung für die Kitas und feste Gruppenstrukturen, wenn definierte Inzidenzwerte überschritten werden. Wer auf besseren Schutz verzichte, der riskiere, dass immer mehr Kinder von Kita-Schließungen betroffenen sein.

Allein im Oktober seien in NRW 630 Kitas komplett oder teilweise geschlossen gewesen. Seitdem hätten sich die Infektionszahlen deutlich erhöht. Die Vorschläge der SPD können hier nachgelesen werden. 

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