10.09.2020 12:06
Reinhard zum Hebel, Dennis Maelzer, Thomas Kutschaty, Heike Starke, Frank Hilker, Stefan Wittrahm, Larissa Kunz-Bartscher

SPD-Politiker besuchen die St. Elisabeth-Stiftung

Detmold. Welche Folgen hatte die Corona-Pandemie und der Lockdown auf die Kinder- und Jugendhilfe? Wie ist es den Kindern und Jugendlichen ergangen während des Lockdowns? Welche Lehren können wir aus der Zeit ziehen? Diese Fragen sind auf Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thomas Kutschaty und der erste Beigeordnete der Stadt Detmold und Bürgermeisterkandidat Frank Hilker nachgegangen.

In der St. Elisabeth Stiftung kamen die Politiker in das Gespräch mit Vertreterinnen und Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe der Stiftung. „Die Bereitschaft und das Arrangement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Lockdowns und darüber hinaus ist unglaublich“, lobt Kutschaty. Die Stiftung hatte während des Lockdowns einen Pandemieplan entwickelt mit unterschiedlichen Phasen. So wurden Notfall Schlafmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen und während der Schulschließungen das Personal aus anderen Bereich der Stiftung in die Wohngruppen geholt. „Im Falle einer Corona Infektion innerhalb der Einrichtung wäre die Betreuung der Kinder und Jugendlichen durch ihre wichtigen Bezugspersonen sichergestellt gewesen und gleichzeitig die Familien der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer möglichen Infektion geschützt“, erklärt Reinhard zum Hebel, geschäftsführender Vorsitzender der St. Elisabeth-Stiftung.

Die Kinder und Jugendlichen sind in Gruppen von 5 bis 10 Personen untergebracht, die zusammen mit den Mitarbeitenden untereinander separiert wurden. Während des Lockdowns kam es zu weniger Konflikten unter den Kindern und Jugendlichen und zum Teil positiven Entwicklungen. „Die Kinder und Jugendlichen kamen während des Lockdowns zur Ruhe. Ein Mädchen konnte nach der Corona-Zeit plötzlich lesen, was sie in der Schule nicht lernen konnte“, freut sich Stefan Wittrahm, Leiter der Kinder- und Jugendhilfe.

Vorgaben und Regelungen vom Familienministerium des Landes gab es während der ganzen Pandemie nicht. Es fehlte an Rechtssicherheit. „Während einer so außergewöhnlichen Situation so wichtige Einrichtung alleine zu lassen, geht gar nicht. Wir werden uns im Landtag und vor allem in der Kinderschutzkommission für eine stärkere Sichtbarkeit der Kinder- und Jugendhilfe einsetzen“, bekräftigt der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Maelzer.

Während des Lockdowns kam es zu wenigen Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen durch das Jugendamt Detmold. Ab Juni stiegen die Zahlen der Inobhutnahme in Detmold und im ganzen Land wieder langsam an. „Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen noch besser schützen und dafür müssen endlich die Kinderrechte in das Grundgesetz. Jedes Kind muss wissen, welches Recht es hat“, fordert Maelzer.

Frank Hilker, erster Beigeordnete der Stadt Detmold und Bürgermeisterkandidat, möchte ein Familienbüro in Detmold etablieren. „Für mich ist es wichtig, dass Familien eine zentrale Informations- und Anlaufstelle in der Innenstadt haben, um sich über alle Angebote und Hilfen zu informieren“, erklärt Hilker.

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