Maelzer will Kinder besser vor Passivrauch schützen
15.05.2018 14:17

Maelzer will Kinder besser vor Passivrauch schützen

Ohne Glimmstängel im Auto

Kreis Lippe. Den Schutz von Kindern vor Passivrauch im Auto hat sich der heimische Abgeordnete Dr. Dennis Maelzer (SPD) auf die Fahnen geschrieben. Die SPD-Fraktion, deren familienpolitischer Sprecher Maelzer ist, bringt dazu jetzt einen Antrag in den Landtag ein. Ziel ist mehr Prävention und ein Rauchverbot bei Autofahrten mit minderjährigen Kindern.

 

„Man könnte meinen, dass nur eine kleine Minderheit in Anwesenheit von Kindern im Auto zum Glimmstängel greift. Dem ist aber nicht so“, weiß der SPD-Jugendpolitiker. Etwa eine Million Kinder in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums den Gefahren durch Passivrauchen in Autos bislang schutzlos ausgeliefert: „Vor allem bei kleinen Kindern befinden sich die Atemwege noch in der Entwicklung und Tabakrauch im Auto wirkt sich besonders negativ aus. Hier ist die Konzentration der Schadstoffe fünf bis sechsmal so hoch wie in Raucherkneipen“, erläutert Maelzer.

 

Passivrauchen schädigt insbesondere die Gesundheit von Kinder, da sie eine höhere Atemfrequenz aufweisen und sich die Lungen bis zum 20. Lebensjahr noch herausbilden. Darüber hinaus ist ihr Entgiftungssystem nicht so ausgereift wie bei Erwachsenen. „Bei Säuglingen steigt das Risiko eines plötzlichen Kindstods“, erklärt der SPD-Politiker. Die Konsequenzen des Passivrauchens von Kindern könnten darüber hinaus akute und chronische Atemwegserkrankungen, die Verschlimmerung einer bereits vorhandenen Asthma-Erkrankung oder auch eine Erhöhung des Blutdrucks sein. Kinder, deren Eltern rauchen, litten häufiger an Lebertumoren oder auch an Leukämie.

 

Maelzer setzt aber nicht nur auf Verbote. Tabakprävention und Raucherstoppprogramme seien wichtige Instrumente, um heutige und zukünftige Generationen vor den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens zu schützen. Die Vorsorge müsse bereits in der Kita beginnen. Bislang hinke Deutschland im internationalen Vergleich sowohl den medizinischen Empfehlungen als auch den in internationalen Verträgen vereinbarten Standards weit hinterher.

 

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