Corona-Kita-Rat empfiehlt kindgerechte Spucketests in Kitas

 

Kreis Lippe. Die Zahlen sind alarmierend: Immer häufiger erkranken auch Kita-Kinder am Corona-Virus und verbreiten den Erreger. Mehr Schutz für Mädchen und Jungen, Erzieher*innen und Familien könnte durch kindgerechte Spucketests erreicht werden, die jetzt zugelassen wurden.

Der Corona-Kita-Rat unter Führung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Empfehlung herausgegeben, ab sofort die Spucketests in den Kitas in Deutschland einzusetzen. „Dieser Vorschlag hat meine volle Unterstützung“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer. Der familienpolitische Sprecher seiner Fraktion macht sich seit Monaten für eine Teststrategie in den Kitas stark, war aber bisher immer an der Blockadehaltung der Landesregierung gescheitert.

„Jetzt darf es kein weiteres Zögern geben. Das Land muss sie so schnell wie möglich für Kita-Kinder besorgen. Familienminister Stamp und die Regierungsfraktionen von CDU und FDP dürfen nicht weiter nach Gründen für einen Verzicht auf Tests suchen“, sagt Maelzer.  

Ein nüchterner Blick auf die Zahlen begründet die Notwendigkeit: Die Inzidenz bei den Null- bis Fünfjährigen hat sich zuletzt vervierfacht. Der Kreis Minden-Lübecke hat deshalb an die Eltern appelliert, ihre Kinder derzeit nicht in die Kitas zu schicken. „Jedes weitere Zögern ist jetzt sträflich, denn die britische Corona-Mutation führt auch bei Kindern zu einer rascheren Verbreitung und zu stärkeren Symptomen“, erklärt Maelzer: „Zum Schutze aller – der Kinder, der Familien und der Erzieherinnen und Erzieher – müssen Kinder bei einer Teststrategie berücksichtigt werden.“ Nur so können sie aktiv bei der Pandemie-Bekämpfung beitragen und Infektionsketten durchbrechen.

Die Spucketests sind seit dem 26. März zugelassen. Experten bestätigen, dass sie kindgerecht und einfach zu handhaben sind. „Die Eltern sollten in die Umsetzung einbezogen werden. Wenn Tests bereits vor dem Kita-Besuch erfolgen, schaffen wir ein hohes Maß an Sicherheit und verhindern, dass sich noch mehr Kommunen wie in Minden-Lübbecke gezwungen sehen, einen Appell zum Betreuungsverzicht auszusprechen“, ist sich Maelzer sicher.

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