11.09.2019 16:02
Jelka Malin Karger, Leiterin des Detmolder Waldkindergartens Löwenzähne, vor dem Bauwagen der Kita mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Dennis Maelzer

Detmold-Heidenoldendorf. Waldkindergärten stammen ursprünglich aus Skandinavien. Doch auch in Heidenoldendorf gibt es seit langem diese besondere Betreuungsform. Dort sind Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren im Alltag nicht in einem festen Gebäude, sondern fast ausschließlich im heimischen Wald, am Donoper Teich und auf dem Zedling, unterwegs. Wie die Arbeit in einer solchen Kita aussieht, davon machte sich jetzt der heimische Landtagsabgeordnete und Familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Dennis Maelzer, ein Bild.

Kinder toben ausgelassen durch den Wald. Sie klettern auf Baumstümpfe beobachten Käfer in den Büschen oder lauschen den Vogelgeräuschen. Die Aktivitäten im Freien finden bei jedem Wetter statt, Einschränkungen gibt es nur bei Witterungsbedingungen, die einen sicheren Aufenthalt im Freien unmöglich machen. Dann gibt es drei Bauwagen und ein Außengelände.

„Eine Waldkita ist ein spannendes Konzept. Daher wollte ich mir das pädagogische Konzept in Detmold genauer ansehen. Der tägliche Aufenthalt in der freien Natur unterstützt eine positive Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmung und schärft das Bewusstsein für den Schatz unserer Natur“, sagt Maelzer.

Der Betrieb von eingruppieren Einrichtungen und Waldkindergärten stellt die Träger vor besondere Herausforderungen, da höhere Anforderungen an die Aufsichtspflicht gestellt werden. Dies schilderte auch Jelka Malin Karger, Leiterin des Detmolder Waldkindergartens „Löwenzähne“.

Auch der SPD-Familienpolitiker weiß um diesen Umstand: „Waldkindergärten müssen, um die Betriebserlaubnis zu erlangen, mit kleineren Gruppen und einem erhöhten Personalschlüssel arbeiten. Aufgrund der erforderlichen verringerten Gruppengröße erhalten Waldkindergärten letztlich eine geringere Pauschale pro Gruppe als vergleichbare Regelkindergärten. Das stellt die Einrichtungen natürlich vor finanzielle Probleme. Hier muss das Land bei der Neuausrichtung des Kinderbildungsgesetztes nachbessern.“

In einer Anfrage an die Landesregierung hatte Maelzer den zuständigen Familienminister bereits auf die Benachteiligung in der Finanzierung aufmerksam gemacht. „Leider schiebt die Landesregierung die Verantwortung auf die Jugendämter ab. Neben zahlreichen anderen Kritikpunkten wird die SPD im weiteren Verfahren zur Novellierung des Gesetztes nochmal deutlich darauf hinweisen, dass die Rahmenbedingungen für unterschiedliche Einrichtungskonzepte den tatsächlichen Bedarfen angepasst werden müssen“, so Dennis Maelzer.

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