Hasendemo in der Detmolder Innenstadt

Kreis Lippe. Ungewöhnliche Aktion in der Detmolder Innenstadt: Mit neugierigen Blicken bleiben immer wieder Passanten vor der Gruppe Schokoladenhasen stehen, die in einem großen Pulk mitten auf dem Boden vor dem neuen Geschäftshaus am Rosental platziert sind. „Kinderrechte gehören ins Grundgesetz“, „Mehr Kita- und OGS-Plätze“ oder „Ausbildungsvergütung für alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher“ steht auf den Protestschildern, die die süßen Langohren in ihren „Pfoten“ halten.

Zum Tag der Kinderbetreuung hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer eine Hasendemo veranstaltet und ist in Begleitung von 90 Schokoschlappohren in der Innenstadt auf die Straße gegangen, womit der die Aufmerksamkeit von vielen Spaziergängern und Passanten auf sich zieht. „Mit dieser Aktion möchte ich auf unsere Forderungen nach Verbesserungen im Kita- und OGS-Bereich, aber auch für die vielen Tagesmütter und -väter sowie Erzieher_innen aufmerksam machen“, sagt Maelzer, der familienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist. Die einzelnen Forderungen und Vorschläge sind auf den Protestschildern der Demoteilnehmer zu lesen.

„Für die Hasen hatte ich mich entschieden, da sie sehr familiäre Wesen sind und somit gut zu unseren Forderungen passen. Und nach den stressigen Ostertagen haben sie jetzt auch Zeit, für die gute Sache zu demonstrieren“, sagt Maelzer mit einem Augenzwinkern: „Und in der jetzigen Situation ist eine Kundgebung mit 90 Teilnehmern aus Schokolade völlig unkritisch. In der Pandemie muss man auch mal ungewöhnliche Wege gehen, um auf Themen aufmerksam zu machen.“

Maelzers Rolle bei der Hasendemo besteht in erster Linie darin, für Ordnung zu sorgen – und die Schlappohren immer mal wieder hinzustellen, wenn der Wind um die Ecke fegt. „Die Aktion kommt sehr gut an. Viele Demoteilnehmer haben schon jemanden gefunden, der sie mit nach Hause genommen hat“, erzählt Maelzer. „Mein Dank gilt an zum Tag der Kinderbetreuung vor allem den Tagesmüttern und -vätern sowie den Erzieherinnen und Erziehern, die ohnehin schon einen phantastischen Job machen und seit einem Jahr noch viel mehr gefordert sind als sonst.“

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