14.02.2019 12:07

Maelzer: Land soll stärker unterstützen

Detmold. In keiner anderen Justizvollzugsanstalt (JVA) des Landes müssen Mitarbeiter so viele Überstunden leisten, wie in Detmold. Mit mehr als 163 Mehrarbeitsstunden pro Bedienstetem ist die Anstalt NRW-weit Spitzenreiter. Seit Amtsantritt der schwarz-gelben Landesregierung hat sich die Zahl der Mehrarbeitsstunden nahezu verdoppelt. Das muss sich ändern, findet Landtagsmitglied Dr. Dennis Maelzer (SPD), der die Zahlen auf Anfrage bei der Landesregierung ermittelte.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JVA Detmold schieben einen Berg an Überstunden vor sich her, der durch Vergütung bislang nur unwesentlich abgebaut werden konnte“, berichtet Maelzer. Das Ausmaß lässt sich mit Blick auf die JVA Bochum verdeutlichen, die landesweit an zweiter Stelle bei den Überstunden rangiert. Hier mussten Bedienstete 138 Stunden Mehrarbeit verrichten.
Auf 12.830 Stunden summiert sich inzwischen die Mehrarbeit in der Detmolder Anstalt. Darin nicht mehr enthalten sind 2.136 Überstunden, die den Mitarbeitenden ausgezahlt wurden. Zum Amtsantritt des neuen Justizministers Peter Biesenbach (CDU) lag die Mehrarbeit noch bei 6.693 Stunden.

Einen Zusammenhang sieht Maelzer, der auch Vorsitzender des Detmolder JVA-Beirates ist mit den derzeitigen Umbauarbeiten. Hier ergäben sich andere Herausforderungen und Arbeitsbedarfe für die Beschäftigten. „Zum Glück entwickelt sich der Krankenstand nicht parallel zur Mehrarbeit“, erklärt Maelzer. Für ihn auch ein Indiz, dass die Arbeitsmoral trotz der zusätzlichen Belastungen intakt sei: „Der Dienst in unseren Justizvollzugsanstalten ist eine herausfordernde und verantwortungsvolle Tätigkeit. Hier hat das Land eine besondere Fürsorgepflicht für die Beschäftigten und damit letztlich auch für die Insassen“, ist sich der SPD-Politiker sicher. Um die Motivation der Beschäftigten dauerhaft aufrecht zu erhalten, sei jetzt dringend zusätzliche personelle Unterstützung erforderlich. Bei der Verbesserung der Stellenbesetzungsquote hat das Landesministerium auf Maelzers Nachfrage hin Unterstützung zugesagt. Ob diese wirkt will der Beirat bald von den Beschäftigten selbst erfahren. Die Mitglieder wollen dazu gerne in den Austausch mit der Personalrat treten.

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