22.05.2019 12:49
Was macht eine gute Kita aus? Als Vater einer kleinen Tochter zählt für mich das Gleiche, wie sicherlich für die meisten Eltern. Das Kind soll sich dort wohlfühlen. Genau das trifft auf „unsere“ Kita zu. Meine Tochter geht sehr gerne dorthin. Die Erzieherinnen und Erzieher schaffen eine Atmosphäre in der sich unser Kind angenommen fühlt und sich gleichzeitig entfalten kann. Die Kita (und mit ihr die allermeisten der 10.000 Einrichtungen in unserem Land) straft damit diejenigen Lügen, welche die Elementarbildung als „Fremdbetreuung“ herabwürdigen wollen. Für unsere Tochter sind die Erzieherinnen und Erzieher alles andere als Fremde. Und für uns sind sie Partner und Unterstützer bei der Erziehung unseres Kindes.
 
Aber eine „gute Kita“ macht natürlich deutlich mehr aus. Das hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erkannt und sorgt mit dem „Gute-Kita-Gesetz“ für weniger Gebühren und mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung. In zehn Dimensionen unterteilt das Gesetz Qualität. Dazu zählen bedarfsgerechte Angebote und Öffnungszeiten, ein guter Betreuungsschlüssel, qualifizierte Fachkräfte, starke Kitaleitung, kindgerechte Räume, ein gesundes Aufwachsen, sprachliche Bildung, starke Kindertagespflege, Netzwerke für mehr Qualität und eine vielfältige pädagogische Arbeit.
 
Nach Nordrhein-Westfalen fließen dafür in den nächsten Jahren insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Allein durch die Mittel des „Gute-Kita-Gesetzes“ fließen mehr Mittel in Sprachförderung und in die Tagespflege. Allein durch das Bundesgesetz für das sich die SPD stark gemacht hat, wird die vergütete praxisintegrierte Ausbildung (PiA) ausgebaut und finanziell unterstützt. Allein durch den Bund werden bedarfsgerechte Öffnungszeiten ausgebaut und Familienzentren stärker gefördert. Und allein durch das Bundesgeld wird in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Kita-Jahr beitragsfrei.
 
Für all das stellen CDU und FDP keinen Cent zusätzliches Landesgeld zur Verfügung. Sie verstolpern die Steilvorlage aus Berlin anstatt sie für ein neues und besseres Kita-Gesetz zu nutzen. Es soll beim unzulänglichen „KiBiZ“ bleiben. Das heißt weiter unzureichende Personalstandards und zu wenig Verfügungszeiten, eine schwer planbare Finanzierung nach Kindpauschalen und Buchungszeiten, unrealistisch hohe Trägeranteile und ein undurchschaubarer und ungerechter Flickenteppich bei den Kita-Gebühren.
 
Das müsste nicht sein. Das Land hat Steuereinnahmen auf Rekordhöhe, der Bund beteiligt sich erstmals in nennenswertem Umfang  an den Kita-Kosten und auch die Kommunen reichen nach Jahren wieder die Hand für eine gemeinsame Reform der frühkindlichen Bildung.
 
Wir als SPD sagen weiter: „KiBiZ ist Mumpitz“. Im Landtag kämpfen wir deshalb für ein neues Kita-Gesetz, das unsere Einrichtungen in Zukunft besser finanziert und die Planbarkeit erhöht. Ein Gesetz das Personal und die Eltern spürbar entlastet. Für ein Gesetz das Trägervielfalt sichert und in den Stadtteilen besonders unterstützt, die es schwerer haben. Für gute Kitas, in denen sich alle wohlfühlen können.

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