Lippische SPD diskutiert über Bedingungsloses Grundeinkommen

Detmold. Die Idee klingt attraktiv: Allen Menschen soll ein bedingungsloses Einkommen garantiert werden, von dem sie leben können. Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, nach dem jeder Bürger, unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage, eine für alle gleich und gesetzlich festgelegte Geldsumme vom Staat erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen.

Doch ist dieses Modell in Deutschland überhaupt realisierbar und wenn ja, ist es Fluch oder Segen für die Bevölkerung? Über dieses Thema diskutieren jetzt die lippische SPD und der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dennis Maelzer, gemeinsam mit ihren Referenten Martin Menacher (Gewerkschaftssekretär beim DGB in der Region Ostwestfalen-Lippe) und Michael Krakow (Kommunikationsberater).

Über 60 Gäste kamen zu der öffentlichen Veranstaltung, die den Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „AnprechBar“ der lippischen SPD und ihrer Landtagsabgeordneten war, in das Detmolder Lokal „SonVida“. Während Krakow ein Plädoyer für das Bedingungslose Grundeinkommen hielt, nahm Gewerkschaftssekretär Menacher die Kontraposition ein. Nicht finanzierbar, sozial ungerecht und an den eigentliche Arbeitslohn könne nicht mehr der Anspruch gestellt werden, mindestens eine existenzsichernde Höhe zu haben, denn jeder Verdienst hätte den Charakter eines Zuverdienstes zum Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Fürsprecher hielten dagegen, dass die finanziellen Leistungen des Staates gerechter verteilt würden. Außerdem käme man so zu einer Gesellschaft ohne Existenzangst und mit mehr Teilhabe in allen Bereichen.

Die Zuhörer im Raum diskutierten leidenschaftlich mit und schnell wurde klar, dass die Meinungen zu dem Thema zum Teil weit auseinander gehen. Die grundsätzliche Idee, dass es ein alternatives Konzept zu den bisherigen staatlichen Sozialleistungen geben müsse, dass es jedem Menschen ermögliche, ein menschenwürdiges Leben zu führen und ohne Existenzängste leben zu müssen, einte aber alle Gäste der Veranstaltung.

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