Maelzer (SPD) will unbefristete Lehrerstellen für die Region. Viele Grundschulen in Lippe unterbesetzt

Kreis Lippe.
Zwei von drei Grundschulen in Lippe sind nicht ausreichend mit Lehrerstellen versorgt. Das ist das Ergebnis einer Kleinen Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Dennis Maelzer. Doch noch immer werden in der Region junge Lehrkräfte auf befristete Stellen verwiesen. Diesen Zustand will Maelzer ändern.

Nur 17 von 54 Grundschulen in Lippe sind auf dem Papier ausreichend mit Lehrerstellen versorgt. Allerdings bilden die Zahlen den Mangel nur unzureichend ab. So sind beispielsweise auch erkrankte Lehrkräfte und Lehrkräfte in Mutterschutz Bestandteil der Stellenbesetzung, obwohl diese nicht anwesend sind. Das macht Maelzer Sorgen: „Wir müssen früh anfangen unsere Kinder zu fördern. Doch immer wieder hören wir von Betreuungsausfällen in der Kita oder Unterrichtsausfall in der Grundschule. Das ist für den weiteren Bildungsweg besonders dramatisch.“

Für Maelzer ist ein Schluss aus den jüngsten schlechten PISA-Ergebnissen, besonders die ersten Jahre in der Bildungskette zu stärken. Das kann nur mit ausreichend Lehrkräften gelingen. Doch insbesondere junge Lehrkräfte aus Ostwestfalen-Lippe berichteten von kurzfristigen Vertretungsverträgen, mehrfach befristeten Beschäftigungsverhältnissen und fehlenden Perspektiven auf eine dauerhafte Beschäftigung. „Dadurch besteht die Gefahr, dass qualifizierte Lehrkräfte den Schuldienst in Nordrhein-Westfalen verlassen und in andere Bundesländer wechseln“, ist sich Maelzer sicher.

Seit Langem fordere die SPD daher, dem Regierungsbezirk Detmold mehr Stellen zuzuweisen. Nun habe die Landesregierung vermeldet, die Zahl der Einstellungen erhöhen zu wollen. Für Maelzer ein Schritt in die richtige Richtung: „Angesichts der bevorstehenden Pensionierungen rechne ich aber nicht damit, dass ausreichend Stellen zur Verfügung stehen. Mein Ziel ist es, dass allen jungen Lehrkräften, die nur eine Befristung erhalten haben, eine Anschlussperspektive in der Region gewährt wird“, erklärt Maelzer. Dafür will sich der SPD-Politiker weiterhin gegenüber dem Schulministerium stark machen und den Fortschritt durch Anfragen regelmäßig überprüfen.

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