29.03.2014 15:04

Düsseldorf/Lippe. Die Erdgasgewinnung mit der Fracking-Methode ist erneut zum Thema geworden. Der Unions-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Generalssekretär der NRW-CDU, Oliver Wittke, hat sich für Fracking in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Das lehnen die heimischen SPD-Abgeordneten Dennis Maelzer und Jürgen Berghahn jedoch  vehement ab. Denn auch in Lippe gibt es potentielle Erdgasvorkommen im tiefen Gestein.

 

„Die CDU führt hier eine Diskussion gegen die Interessen der Bürger. Die Risiken des Fracking-Verfahrens sind groß und überhaupt noch nicht erforscht. Deshalb halten wir und die rot-grüne Landesregierung Fracking in Nordrhein-Westfalen nicht für den richtigen Weg. Solange die Risiken nicht absehbar sind, wird es auch keine Pilotanlage geben“, sagt Maelzer ganz deutlich.

 

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem Druck (bis 1000 bar) in bis zu 3000 Meter tief liegende Gesteinsschichten gepresst. Dadurch sollen Risse in den Gesteinsschichten erzeugt werden, um das so gelöste Gas fördern zu können. Zu den Risiken gehören vor allem Belastungen des Grund- und Trinkwassers, der hohe Flächenverbrauch und die Zerstörung von Natur und Landschaft.

 

„Angesichts der derzeit verfügbaren Informationen über die möglichen Belastungen für die Umwelt ist es unverantwortlich, Bohrungen zur Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas in Nordrhein-Westfalen mit dem Einsatz der Fracking-Technologie zu genehmigen. Deswegen ist es gut, dass die Landesregierung Fracking bei uns nicht erlaubt“, führt Jürgen Berghahn weiter aus, „ der Schutz von Umwelt und Menschen vor schädlichen oder nachteiligen Auswirkungen, steht für uns an erster Stelle.“

 

Auch in Lippe ist man klar gegen Fracking. Deutlich wird dies anhand der Resolution des Lippischen Kreistags aus dem vergangenen Jahr. Die Resolution spricht sich gegen die Durchführung von „Fracking“-Maßnahmen zur Erkundung und Gewinnung von Erdgas auf dem Gebiet des Kreises Lippe aus.

 

Die Position der SPD ist sowohl auf Landesebene als auch auf regionaler Ebene klar und deutlich. Völlig unklar finden die Abgeordneten Berghahn und Maelzer allerdings was eigentlich die CDU will. „Wir erwarten der Stelle  ein klärendes Wort des Landesvorsitzenden Armin Laschet“, fordern sie ein.

 

 

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