„Mehr Kinderschutz in der Corona-Pandemie“

SPD-Landtagsabgeordneter Dennis Maelzer unterstützt 100 Wissenschaftler bei ihrem Appell für mehr Kinderschutz

Kreis Lippe. Kitas, Schulen und Spielplätze sind geschlossen, Kinder müssen deshalb zwangsläufig mehr Zeit zuhause verbringen als sonst. In dieser Situation wächst die Gefahr, dass Mädchen und Jungen verstärkt häusliche Gewalt erleben und schlimmstenfalls sogar umkommen. Deshalb fordern jetzt 100 namhafte Wissenschaftler aus Deutschland in einem öffentlichen Appell „Mehr Kinderschutz in der Corona-Pandemie“, was Dennis Maelzer, SPD-Landtagsabgeordneter aus Detmold und familienpolitischer Sprecher seiner Fraktion, ausdrücklich unterstützt.

„Kinderschutz ist systemrelevant. Er darf auch in der Corona-Krise nicht zurückgefahren werden. Sonst gehen wir das Risiko ein, dass Kinder nicht durch die Pandemie, sondern durch häusliche Gewalt zu Schaden oder gar zu Tode kommen“, sagt Maelzer. Daher hatte sich die SPD-Fraktion bereits mit einem Fragenkatalog an die Landesregierung gewandt, in dem sie mehr Kinderschutz einfordert. Auf zentrale Punkte gehen dabei auch die Wissenschaftler in ihrem Appell ein. Dazu zählt etwa die Forderung, dass Kinder in der Kita und Schule bleiben können sollten, wenn es zum Wohl der Kinder nötig ist. „Dies wird von den Expertinnen und Experten als ‚fachlich angemessene Maßnahme‘ bezeichnet. Wenn Familienminister Stamp in der Corona-Krise nicht auf die SPD hören möchte, so muss er doch unbedingt auf die Fachwelt hören“, appelliert Maelzer.

 Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Jugendförderung. „Diese muss vom Land zu 100 Prozent weitergehen“, fordert Maelzer. „Es kann nicht sein, dass freie Träger ihre Mitarbeiter jetzt in Kurzarbeit schicken müssen, wenn die Herausforderungen besonders groß sind“, sagt der Detmolder Sozialdemokrat. Dazu müsse in dieser Sondersituation auch gehören, dass Online- und Telefonberatung als Fachleistungsstunden anerkannt würden.

Beratung bei Konfliktsituationen bekommen Kinder, Jugendliche, Eltern und Bezugspersonen beim Kreis Lippe unter Tel (05231) 621777 oder beim Kinder- und Jugendtelefon unter 116 117.

Der Appell der 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist hier zu finden: https://download.hrinforadio.de/programm/themen/appell-wissenschaftler-mehr-kinderschutz-in-der-coronapandemie-100.pdf

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