„Pickert for Peace“: 600 Euro für Menschen aus der Ukraine

Detmold. Mit Pfannenwender, Schürze und Gaskocher ausgestattet hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer einen Vormittag lang in die Detmolder Innenstadt gestellt und das lippische Nationalgericht zubereitet. „Pickert for Peace“ hieß die Aktion, bei der der Familienpolitiker die leckeren Teigwaren gegen eine Spende zugunsten der Menschen in der Ukraine verteilte. Nun hat er die Summe an die AWO International übergeben.

„Was derzeit in der Ukraine quasi direkt vor unserer Haustür geschieht, bedrückt mich sehr. Der Krieg, die Zerstörung, das Leid der Menschen – das ist einfach erschütternd“, sagt Maelzer. Wie so viele habe auch er das Bedürfnis, zu helfen. Daher hatte er sich „Pickert for Peace“ ausgedacht. 525 Euro waren bei der Aktion in der Innenstadt der Residenz sowie bei einem weiteren Stand in Heidenoldendorf zusammengekommen, die Maelzer auf 600 Euro aufgerundet hat. „Dafür haben wir über 20 Kilogramm Teig angerührt, gebraten und serviert“, berichtet Maelzer. „Das kam sehr gut an. Viele haben gerne und großzügig Geld für die notleidenden Menschen in der Ukraine in unsere Sparbox getan“, berichtet Maelzer. „Als ich in der Detmolder Innenstadt Pickert gebacken habe, kam die Mitarbeiterin eines Blumengeschäfts in der Nähe vorbei und hat ihr sowie das Trinkgeld ihrer Kolleginnen des gesamten des Tages gespendet. Eine tolle Geste“, sagt Maelzer.

Die Spende in Höhe von 600 Euro hat der Landtagsabgeordnete nun Thorsten Klute, Vorstandsmitglied der AWO Ostwestfalen-Lippe, übergeben. „Wir sind sehr dankbar für Hilfsgelder wie diese, mit denen wir die Menschen in der Ukraine sowie Geflüchtete unterstützen können“, erklärt Klute. Die AWO International sei ein Verein unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt, der der Aktion Deutschland hilft angehört – einem Bündnis renommierter Hilfsorganisationen in Deutschland. „Von den Spendengeldern werden beispielsweise haltbare Lebensmittel, Arzneimittel, Verbandsmaterial, Notstromaggregate und viele andere Dinge angeschafft“, berichtet Klute. Darüber hinaus würden die Transporte in das Kriegsgebiet organisiert – eine große Herausforderung. „Mit den Spendengeldern werden aber auch Sachen angeschafft, die den vielen Flüchtlingen zu Gute kommen“, sagt Klute. Er selbst sei erst kürzlich an der polnisch-ukrainischen Grenze mit einem Hilfskonvoi gewesen. „Dort kommen jeden Tag tausende Menschen über die Grenze. Vor allem Frauen mit Kindern, die sich oftmals gerade erst von ihren Männern und Vätern verabschiedet haben. Viele wissen nicht, ob sie sich jemals wiedersehen. Die Szenen sind herzzerreißend und gehen unter die Haut“, erzählt Klute.

Er sei beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Polen, die in kürzester Zeit eine immense Unterstützung für die Ukrainer auf die Beine gestellt hätten. „Allein in Warschau sind schon rund eine Million Flüchtlinge angekommen – in einer Stadt mit einer Einwohnerzahl von rund 1,5 Millionen. Und es werden täglich mehr, im ganzen Land“, sagt Klute. „Nur mal zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2015 hat Deutschland rund 900.000 Geflüchtete aus Syrien und anderen nordafrikanischen Ländern aufgenommen. Das verdeutlicht glaube ich ganz gut die Dimensionen“, erzählt Klute. Auch dafür werde jede Hilfe benötigt – so wie beispielsweise die Spendengelder von „Pickert for Peace“.

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