Sicherheit in Kitas erhöhen – Gebühren weiter aussetzen

Die Familien in Nordrhein-Westfalen leisten einen immensen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Durch ihre Bereitschaft, die Kinder zu Hause zu betreuen und nicht in die Kita zu geben, kommen sie ihrer Verantwortung in einer herausragenden Weise nach. Dennis Maelzer, lippischer Landtagsabgeordneter und familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW hat nun ein umfassenden Konzept zu Strategien und Perspektiven für Kitas und Familien in Zeiten der Pandemie vorgelegt.

Derzeit werden mehr als 60 Prozent der Kita-Kinder in Nordrhein-Westfalen nicht in den Einrichtungen betreut. Niemand kann sagen, wie lange der eingeschränkte Pandemiebetrieb noch anhalten wird. Das gilt insbesondere mit Blick auf die inzwischen nachgewiesene britische Corona-Mutation in Kölner Kitas. Wir brauchen deswegen jetzt Antworten auf wichtige Fragen, damit wir mit einer klaren Strategie und einer echten Perspektive auf die Pandemie reagieren.

„Die Landesregierung muss kurzfristig den Erlass der Kita- und OGS-Gebühren für den Februar ermöglichen. Viele Familien leiden aufgrund der Pandemie ohnehin unter finanziellen Sorgen. Sie jetzt für eine Leistung bezahlen zu lassen, die sich sie aufgrund des Appells des Ministers nicht in Anspruch nehmen, ist unfair“, meint Dennis Maelzer.

„Immer noch wird in den Kitas und der Tagespflege zu wenig getestet. Um die Sicherheit vor Ort zu erhöhen, ist es notwendig, dass die rund 140.000 Erzieherinnen und Erzieher sowie die ca. 15.500 Tagespflegepersonen mindestens einmal wöchentlich einen Corona-Schnelltest durchführen können“, fordert der SPD-Politiker. Hier sei das Land gefordert. Dafür sollten mobile Test-Teams zum Einsatz kommen. Das Land könne hierzu auf das bereits bestehende Freiwilligenregister zurückgreifen. Knapp 21.000 Personen sind dort registriert – vermittelt wurden bislang aber erst 1.000 Kräfte.

Außerdem plädiert Maelzer für einen Hygienezuschuss für die Kindertagespflege in Höhe von 1.470 Euro, mobile Luftfilter für alle Einrichtungen und eine konsequente Gruppentrennung in den Kitas.

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