05.09.2019 08:44

Land für dauerhafte Förderung des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Detmold. Die Leistungen Heimatvertriebener, Aussiedler und Spätaussiedler wertschätzen – darum geht es in einem aktuellen Änderungsantrag, den die SPD jetzt gemeinsam mit CDU und FDP im Landtag auf den Weg bringt. Gegenstand ist auch die Forderung, das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte dauerhaft zu fördern, teilt der Detmolder Landtagsabgeordnete Dr. Dennis Maelzer (SPD) mit.

 

„Die Landesregierung wird in unserem Antrag beauftragt, sich gegenüber dem Bund für eine dauerhafte Förderung des Detmolder Museums stark zu machen und dafür eine angemessene Landesbeteiligung zu prüfen“, berichtet der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dennis Maelzer. Der SPD-Politiker und seine Fraktion im Düsseldorfer Landtag hatten sich bereits im vergangenen Jahr mit einem eigenen Antrag für eine dauerhafte Förderung des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold ausgesprochen. Dieses Ziel war in einem Antrag von CDU und FDP hingegen nicht zu finden.

 

„Das 1996 gegründete Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold trägt entscheidend zur Erinnerungskultur bei. Daher freue ich mich, dass die regierungstragenden Fraktionen jetzt den Schritt gemeinsam mit der SPD gehen wollen, das Museum dauerhaft zu unterstützen“, sagt Maelzer.

 

Eine Erinnerungskultur für diesen Teil unserer Geschichte zu schaffen sei wichtig. Gleichzeitig müsse es in der Gegenwart faire Teilhabechancen geben. Beispielsweise seien Spätaussiedler zwar statistisch gesehen seltener arbeitslos, aber auch seltener in den oberen Einkommensklassen zu finden. Teilweise arbeiteten Akademiker im Niedriglohnsektor, weil ihre in der ehemaligen Sowjetunion gemachten Abschlüsse nicht anerkannt wurden. So etwas hat Auswirkungen auf die Altersvorsorge und kann im schlimmsten Fall zu niedrigen Renten und Altersarmut führen. Auch hier müssen Verbesserungen her“, sagt Maelzer.

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